Lymphdrainage

Bereits seit Juni 2001 arbeite ich als zertifizierte Lymphdrainagetherapeutin im Bereich der Onkologie, Phlebologie und Tramatologie und habe in diesem Rahmen viele Erfahrungen sammeln dürfen, die ich auch gerne Ihnen zur Verfügung stellen möchte.

Unter der Manuellen Lymphdrainage (MLD) versteht man eine sanfte Abfolge verschiedener Griffe, die der Entstauung, also dem Abtransport von Flüssigkeit (und „Teilchen“) aus dem Gewebe dienen. MLD ist eine sehr angenehme Technik, die mit flächigen, ruhig durchgeführten Griffen das im Gewebe befindliche „Wasser“ (lymphpflichtige Last) in die Lymphgefäße verschiebt und in diesen dann in Abflussrichtung abdrainiert.
Die Wirkung der Manuellen Lymphdrainage ist häufig sofort sicht- und spürbar, manche Patienten bemerken einen vermehrten Harndrang in den Stunden nach der Behandlung, da alle Lymphflüssigkeit in Herznähe dem Blutkreislauf zugeführt und dann durch die Niere aus dem Blut heraus gewaschen und als Harn aus dem Körper abgegeben wird.

Die vermehrte Aktivität der Lymphgefäße, die Ihre Leistung um das Zehnfache steigern können, hält ca. 3-4 Stunden an. Eine adäquate Kompression nach der Behandlung verhindert, dass sich das Wasser wieder stauen kann und fördert den weiteren Abfluss nachhaltig.
Daher ist die MLD nur ein Teil der aus vier Säulen bestehenden Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE). Kompressionsbandagierung oder –strumpfversorgung, Entstauungsgymnastik sowie eine gute Hautpflege zum Infektschutz gehören unbedingt mit in das Programm der KPE.

Die MLD muss durch ein(e) speziell dafür ausgebildete(n) Therapeuten(in) durchgeführt werden, wohin gegen die anderen drei Komponenten durch den Patienten selbständig gehandhabt werden können. Eine entsprechende Anleitung sowie Tipps und Tricks werden Sie im Rahmen der Behandlungstermine erhalten.

Eine fachgerechte Lymphdrainage dauert zwischen 30-60 Minuten an. Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Ursache und dem Ausmaß der Schwellung.
Ödeme können auch durch Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen oder Anderes hervorgerufen werden. Es gilt stets, die Ursache für das Ödem (die Schwellung) zu erkennen, um die Grunderkrankung zuerst zu behandeln. Nicht jedes Ödem kann durch die MLD beseitigt werden.

Angezeigt ist Lymphdrainage bei folgenden Erkrankungen:

  • Erkrankungen des Lymphsystems
  • nach Tumor-Operationen, symptomatisch oder prophylaktisch zur Neubildung von Gefäßen, z.B. nach Brustkrebs-Operation, Prostata-Operation u. ä.
  • bei venösen Erkrankungen wie z.B. Krampfadern, die zur Schwellung in den Beinen führen
  • bei geschwollenen Gelenken, posttraumatisch oder postoperativ
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Sklerodermie (autoaggressive Immunkrankheit, die zur Verfestigung der Haut und der inneren Organe führt. MLD zur Entstauung, aber auch zur Verbesserung der Lederhaut
  • Morbus Sudeck (reflektorisch ausgelöste Störung des sympathischen Nervensystems)
  • Hypoproteinämie (zu geringe Eiweißkonzentration im Blut)

Kontraindikationen für Lymphdrainage:

  • Ödeme, die durch Herzerkrankungen hervorgerufen sind!!!
  • akute (!) Venenerkrankungen
  • akute Entzündungen, die durch Keime hervorgerufen sind.
Meine Qualifikation:
Zertifikatsabschluss für Manuelle Lymphdrainage
am 30.05.2001 an der Földi Schule